zu Antrag A9 des LandesGEWerkschaftstags NRW 2007 in Bochum (Antragsteller: GEW-Stadtverband Köln) wurde ein Änderungsantrag gestellt, der mehrheitlich angenommen wurde und insgesamt somit wie folgt lautet:

Ökonomische Gleichstellung junger LehrerInnen beschlossen

Der Gewerkschaftstag 2007 der GEW NRW hat Beschlossen, dass die GEW NRW für eine ökonomische Gleichstellung der neu im öffentlichen Dienst Eingestellten initiativ wird. (Beschluss s. Homepage der GEW-NRW (PDF) - weitere Beschlüsse des GEWerkschaftstags)

Dies soll geschehen durch:

Begründung:
Seit Ende September 2006 hat sich in NRW die Zukunftsperspektive von noch im Referendariat befindlichen KollegInnen dramatisch verschlechtert.

Die vorzeitige Aufhebung des Mangelfacherlasses und damit das Wegfallen der Aussicht auf Verbeamtung ist ein Grund dafür. Der andere ist, dass wegen des am 1. November 2006 in Kraft getretenen TV-L den neu eingestellten LehrerInnen im Angestelltenverhältnis bis zu 25 Prozent Einkommensverlust gegenüber dem alten BAT und bis zu 35 Prozent Einkommensverluste gegenüber verbeamteten KollegInnen drohen. Es geht um bis zu 900,- EUR des monatlichen Netto-Einkommens!

Diese Neuerungen haben bereits dazu geführt, dass LerhamtsanwärterInnen ihr Referendariat vorzeitig beendeten.

Aber auch bereits im Angestelltenverhältnis befindliche KollegInnen sind betroffen, wenn sich an ihren Vertragsmodalitäten etwas ändert (z.B. befristete Verträge). Zudem werden alle mit den Einkommenseinbußen konfrontiert, die nach dem Vorbereitungsdienst zunächst eine Vertretungsstelle im Angestelltenverhältnis (z.B. EZU) antreten und nicht verbeamtet werden.

Eine kämpferische Basis für diesen Antrag ist seitens der LehramtsanwärterInnen mobilisierbar. Diese haben schon im Oktober 2006 die "Initiative gegen die massiven Verschlechterungen für neu eingestellte LehrerInnen im Angestelltenverhältnis in NRW" ins Leben gerufen und mit Petitionen an den Landtag, einer landesweiten Unterschriftenkampagne und einem ersten landesweiten Treffen Widerstand gegen die nicht hinnehmbaren Einkommensverluste organisiert."