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GEW - Hochschule und Wissenschaft

 

GEW NRW zum Hochschulzukunftsgesetz

Land muss wieder mehr Verantwortung für staatliche Hochschulen tragen

GEW-NRW - Pressemeldung 8.1.2014

 

GEW-NRW zur Kritik der Hochschulräte

Demokratisch, offen und sozial statt unternehmerisch!

Die GEW weist die heute vorgetragene Kritik von Hochschulräten gegen den Referentenentwurf für das Hochschulzukunftsgesetz zurück. Hochschulautonomie und demokratische Verantwortlichkeit müssen stärker verknüpft werden, so die Bildungsgewerkschaft, deshalb sind mehr Landesplanung und parlamentarische Beteiligung wie im Gesetzentwurf beschrieben erforderlich.

"Die unternehmerisch geführten Hochschulen haben sich nicht erfolgreich gegen schlechte Studienbedingungen, übervolle Hörsäle und unzureichende Arbeitsbedingungen eingesetzt. Die GEW bekennt sich zum Leitbild einer demokratischen, offenen und sozialen Hochschule. Aus dieser Perspektive begrüßen wir den von der Landesregierung eingeschlagenen Kurs der Hochschulreform. Die Situation der Beschäftigten muss allerdings noch weitergehend verbessert werden.", erklärte heute GEW Landesvorsitzende Dorothea Schäfer.

 

Die GEW spricht sich dafür aus, die Beschäftigten der Hochschulen wieder zu Beschäftigten des Landes zu machen. Nur so könne eine gesicherte Beschäftigungsperspektive, Klarheit bei der tariflichen Bezahlung und eine vollwirksame Personalvertretung gewährleistet werden. Die im Gesetzentwurf formulierten Grundsätze „Guter Arbeit“ an den Hochschulen seien zwar vernünftig, die für die Umsetzung vorgesehenen Instrumentarien aber völlig unzureichend.

Dorothea Schäfer abschließend: "Soziale Öffnung der Hochschulen, Überwindung von Diskriminierung, demokratische Teilhabe und Transparenz, hohe Qualität von Studium, Forschung und Lehre, sowie gute Studien- und Arbeitsbedingungen sind für uns die wichtigsten Ziele der Hochschulreform. An diesen Kriterien muss sich der Gesetzentwurf messen lassen.  Hier muss noch nachgebessert werden!"

Mit freundlichen Grüßen
Berthold Paschert
Pressesprecher GEW NRW
GEW-NRW - Pressemeldung 8.1.2014

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