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Keine Zwangsexmatrikulationen in NRW

Schädlicher Anachronismus

Alle paar Jahre wird die Lehreramtsausbildung reformiert. Bisher war es den Studierenden der auslaufenden Studiengänge dann möglich, in eigenem Tempo sinnvoll weiter zu studieren. Im Jahr 2015 sieht die Situation anders aus: Mit dem Auslaufen der Staaatsexamensstudiengänge für das Lehramt nach der Lehramtsprüfungsordnung (LPO) 2003 droht zahlreichen Studierenden die Zwangsexmatrikulation.

 

für ein kritisches und angeregtes Studium

Mitte April ist die NRW-weite online-Kampagne gestartet. Diese wird von einem Bündnis Fachschaften der Universitäten Aachen, Bielefeld, Duisburg-Essen, Köln, Münster, Paderborn, Siegen, von Betroffenen, vom bundesweiten Studierendenverband fzs und den GEW Studis Bund getragen.

Hintergrund sind die angedrohten Zwangsexmatrikulationen in den auslaufenden Lehramtsstudiengängen: Die Lehramtsstudiengänge wurden in NRW 2011 auf einen einheitlichen Bachelor/Master-Studiengang umgestellt. Deshalb sollen die bisherigen Staatsexamensstudiengänge und die Bachelor/Master-Modelllehramtsstudiengänge zum Ende des Sommersemesters 2016 (Grund-, Haupt-, Realschule) bzw. 2017 (alle anderen Schulformen) auslaufen. Alle KommilitonInnen, die dann noch in diesen Studiengängen studieren, sollen zwangsexmatrikuliert werden.

Ziel der Unterschriftenkampagne ist es, die Auslauffristen abzuschaffen und damit die Drohung der Zwangsexmatrikulation aufzuheben:

  •  ... weil Bildung und Wissenschaft zur Realisierung „einer nachhaltigen, friedlichen und demokratischen Welt“ (Hochschulgesetz NRW) beitragen sollen. Dafür ist Zeit zum Lesen, Diskutieren und kritischen Reflektieren notwendig.
  • ... weil die Bildung mündiger Persönlichkeiten durch Hetze und Konformitätsdruck erschwert wird.
  • ... weil angehende LehrerInnen die Möglichkeit haben müssen, sich selbst umfassend und kritisch zu bilden und Spaß am Lernen zu entwickeln, um auch selber Freude am Verstehen und Gestalten der Welt bei Schüler_innen zu fördern.
  • ... weil die Fristen die Zeit für hochschulpolitisches und weiteres Engagement, den Besuch von Veranstaltungen aus Interesse über den vorgegebenen Studienplan hinaus ebenso wie für Auslandssemester und Nebenjobs massiv einschränken.

Unterschreiben können nicht nur Betroffene oder Studierende, sondern alle! Daher: Unterschreibt die Unterschriftenkampagne und verbreitet sie unter KommilitonInnen, DozentInnen, LehrerInnen, FreundInnen, Eltern, Bekannten – auch über NRW hinaus! Verbreitet die Kampagne per Mail, per facebook...

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Hochschul-News

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Mit den zentralen Forderungen, das Sonderbefristungsrecht in der Wissen­schaft abzuschaffen sowie das deutsche Lehrstuhlprinzip durch demokratische Strukturen zu ersetzen, endete der Gründungskongress des Netzwerks für Gute Arbeit in der Wissenschaft.
 

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SHK-Räte-Vernetzugstreffen

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17.12.15 10:08

Etappensieg im Kampf gegen Befristungsmissbrauch

Andreas Keller

Novellierung des Wissen­schafts­zeitvertrags­gesetzes

 

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28.11.15 11:30

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geheimer Kooperationsvertrag

Gericht: Vertrag zwischen Uni und Bayer bleibt unter Verschluss
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