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Stefan Gärtner in Titanik 10/2011 über die Ursachen der Eurokrise

28.11.11 14:55 (Kommentare: 0)

"Endsieg"

Euro ist, wenn 17 Länder eine gemeinsame Währung haben und Deutschland ge­winnt

 

Auszüge aus seinem Text:

(...)

Deutsch­land sei so etwas wie Europas Chefasozialer: „Konsumver­zicht und Lohn­dumping haben Deutschland stetig steigende Exportüberschüsse er­möglicht … Doch die logi­sche Kehrseite der jährlich rund 150 Milliarden Euro Über­schüsse sind die steigenden Schulden der Eu­ro-Länder. Diese Verschuldung nimmt solange zu, als Deutschland ,Exportweltmeis­ter' bleibt. Da helfen weder Rettungs­schirme noch Eu­robonds und schon gar keine Sparprogramme. ,Europas größte Wirt­schaftsnation' ist zugleich des­sen größter De­stabilisator.

(...)

Die Meinung, Deutschland habe im letzten Jahrzehnt durch eine rücksichtslos egoisti­sche Wirtschafts- bzw. Exportpolitik die Eurokrise wesentlich mitverschuldet, ist bei­leibe keine apokryphe, jedenfalls jenseits der deutschen Grenzen. „Why Germany must exit the euro“, ...

(...)

schon im Frühjahr 2010 war von „erbittertem Streit über die deutsche Vormachtstel­lung beim Export“ die Rede gewesen. „Länder wie Frank­reich, Italien und Grie­chenland fühlen sich benachteiligt – weil sie angeblich mit deutschen Exportproduk­ten über­schwemmt werden.“ 

(...)

Deutschland hat ... 1,5 Billio­nen Dollar an Grie­chenland, Spanien, Portu­gal, Ir­land und Italien ausgeliehen. Beim Ausbruch der Krise hielten deutsche Banken 30 Pro­zent aller Darlehen für diese Län­der. 

(...)

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